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Geschichte

Unser "altes Haus" auf der oberen Marktstraße
  • Am 23. März 1918 gründete Gertrud Zillich, ehemalige Ostafrika-Missionarin und Lehrerehefrau, mit einigen Oberhausener Pfarrern und einem weiteren Freundeskreis, den "Evangelischen Frauenverein für Jugendschutz", dessen Vorsitz sie übernahm und viele Jahre inne hatte. Der Verein kümmerte sich im Rahmen der "Fürsorgearbeit" um Kinder und Mädchen in Not und ohne Obdach. Das damalige Motto war: "Gescheiterten Mädchen und Frauen wieder ins Leben hineinzuhelfen."
  • Räumlich begann die Arbeit in der Saarstraße in Oberhausen Mitte. Diakonieschwestern aus Berlin Zehlendorf, ausgebildet als "Fürsorgerinnen", übernahmen seit 1919 die Leitung der jungen Einrichtung.
  • Ab 1920 konnten zwei Häuser auf der oberen Marktstaße erworben werden, so dass 33 Personen gleichzeitig Unterkunft fanden.
  • Neben der schulischen Unterstützung wurden die Bewohnerinnen in Koch- Servier- und Glanzbügelkursen ausgebildet und in entsprechende, wohlhabende Familien vermittelt, wo sie in "Stellung" gingen.
  • Während des 2.Weltkrieges wurde das Haus weitgehend zerstört und zwischen 1948 und 1949 wieder aufgebaut. 60 junge Frauen, Mädchen und Kinder, gerade auch aus der "sowjetisch besetzten Zone (SBZ), konnten nun betreut werden.
  • 1971 schlossen sich der evangelische Frauenverein für Jugendschutz (Träger des Gertrud-Zillich-Hauses) und der evangelische Hilfsverein Oberhausen-Süd (Träger des damaligen Paul Gerhard Heimes in der Schlägelstraße) zum Diakonie-Verband-Oberhausen zusammen.
  • Durch massive Veränderungen in der Jugendhilfe wurde Ende 1982 das Haus auf der Marktstraße 193-195 verkauft.
  • Das Gertrud-Zillich-Haus zog nun in das ehemalige Paul Gerhard Heim in die Schlägelstraße 43 um, das inzwischen zu einer modernen Jugendhilfeeinrichtung für Mädchen und Frauen mit 5 Wohngruppen umgebaut worden war.
  • Von 1983 bis 2007 hatte das Gertrud-Zillich Haus 25 Plätze für Mädchen und Frauen, die nicht mehr in ihren Familien leben konnten und einer besonderen, pädagogischen Betreuung bedurften.
  • Für die sozialpädagogische Verselbständigungsarbeit kann, neben den Angeboten im Gertrud-Zillich-Haus, auf 9 Trainingwohnungen zurückgegriffen werden, die sich seit 1995 auf unseren Gelände befinden.
  • 2007 übernahm der Diakonie-Verband Oberhausen ein kleines Mutter-Kind-Haus "Hilfe zum Leben"  in Duisburg-Unter-Meiderich mit 20 Plätzen und auch in Oberhausen nahm die Mutter-Kind-Betreuung einen immer größeren Raum ein.
  • Heute sind in beiden Einrichtungen 62 Mütter und Kinder untergebracht.
  • Seit 2008 betreibt der Diakonie-Verband-Oberhausen darüber hinaus noch einen ambulanten, flexiblen Dienst, (Flexible Hilfen) mit dem Schwerpunkt der Betreuung von Müttern und Kindern und jungen Familien.
  • Seit Sommer 2015 besteht die Möglichkeit, in einer eigenen, einrichtungsinternen Kindergruppe, unter dreijährige Kinder zu betreuen.